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Buchenwaldfahrt des WP-Kurses "Jugend im 3. Reich"

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Es ist bereits Tradition, dass Herr Martin mit seinem Wahlpflichtkurs Projekttage in der Gedenkstätte des ehemaligen KZ-Buchenwald unternimmt. Vom 9.-11. März waren 17 Schülerinnen und Schüler aus acht verschiedenen Klassen nun wieder an diesem bedrückenden Ort der Geschichte. Lesen Sie hierzu den Bericht von Maria Speck (R9a) ...

 

Tag 1

Der Wahlpflichtkurs „Jugend im dritten Reich“, der Freiherr-vom-Stein Schule in Eppstein fuhr am Mittwoch, den 09.03 um 8 Uhr früh los. Das Ziel: die Gedenkstätte und ehemaliges Konzentrationslager Buchenwald nahe Weimar. Nach fast 5 Stunden Fahrt, mit Zwischenstopp in Lauterbach, wo eine weitere Klasse dazu stieg, kamen wir in Buchenwald an.

Von da an gab es einen strafen Zeitplan. Nach dem Beziehen der Zimmer und dem Mittagessen trafen wir uns mit der betreuenden Pädagogin Frau Röttele. Nach der Einführung über Buchenwald ging es zu einem Rundgang über das Gelände. Ein paar der wichtigsten Punkte waren der Carachoweg, wo die Häftlinge entlang getrieben wurden, der Steinbruch und die SS- Führersiedlung, wo die Offiziere mit ihren Familien gewohnt haben. Anschließend gab es Abendessen und um 19.45 Uhr trafen wir uns wieder um über unsere ersten Eindrücke von Buchenwald zu sprechen. Danach schauten wir noch den Anfang von „Nackt unter Wölfen“, ein Film der in Buchenwald handelt und gedreht wurde. Nach dem Film ging es dann auf die Zimmer.

Die Gruppe bei der Arbeit im Seminarraum. Die Jugendbegegnungsstätte ist bestens ausgestattet und ermöglichst so eine sehr gute Auseinandersetzung mit verschiedensten Themen.

Tag 2

Am nächsten Tag trafen wir uns nach dem Frühstück um das Programm für den Tag zu besprechen; danach ging es zu einem Rundgang durch das Häftlingslager. Wichtige Punkte waren die Restaurierungswerkstatt, der Arrestbau, wo in kleinen Zellen bis zu 20 Personen waren, der Appellplatz, wo die Häftlinge zum Teil mehrere Stunden standen und das Krematorium, wo Leichen verbrannt wurden. Nach diesem Rundgang haben wir die Fotoausstellung „Schwarz auf weiß“ besucht.

Die Gruppe vor dem berühmten Torhaus zum Lager. Der eisige Wind ließ uns die schlimmen Lebensbedingungen am eigenen Leib erahnen.

Anschließend gab es Mittagessen und um 13.30 Uhr haben wir uns wieder getroffen um über den Vormittag zu sprechen. Dann sollten wir zu bestimmten Themen, z.B.: Juden, Kinder und Jugendliche, Lagerbordell, Lager SS, Homosexuelle oder Zwangsarbeit in kleinen Gruppen selbstständig recherchieren. Eine Gruppe durfte in die Restaurierungswerkstatt und dort ein Fundstück restaurieren. Eine andere Gruppe durfte in die Kunstwerkstatt und sich kreativ beschäftigen.

Nach zwei Stunden trafen wir uns alle wieder, da wurden unsere bisherigen Ergebnisse ausgewertet und das Abendprogramm besprochen. Danach gab es Abendessen.

Um 18.30 Uhr trafen wir uns mit der Gruppe aus Lauterbach und fuhren mit dem Bus nach Weimar herunter. Dort hatten wir eine Stadtführung. Beginn dieser Führung war das Theater. Wichtigste Punkte der Führung waren das Schillerhaus und Museum, das Goethehaus und Museum, die Bibliothek der Herzogin Anna Amalia, das Hotel „Elephant“, wo Hitler seine eigene Suite hatte mit Rednerpodest Richtung Marktplatz, das Stadtschloss und die Gerberstraße Nr.1 und Nr.3, die in Weimar am längsten besetzten Häuser. Anschließend hatten wir noch Freizeit, doch leider hatten fast alle Geschäfte zu. Dann mussten wir wieder zurück in die Jugendherberge, wo wir alle schon unsere Taschen anfingen zu packen.

 

Tag 3

Denn am Freitag nach dem Frühstück, wurden die Zimmer kontrolliert und die Schlüssel abgegeben. Danach haben wir uns wieder getroffen, wir arbeiteten weiter an unseren Themen und haben Plakate dazu gestaltet. Nach fast zwei Stunden präsentierten wir unsere Ergebnisse.

Als alle fertig waren gingen wir zu einem Denkmal, das in der Mitte auf 37 Grad erwärmt wird. Hier waren erst kürzlich auch Barack Obama und Angela Merkel zu Gast. Jeder von uns bekam eine Rose, die dort abgelegt werden konnte, wo man meinte, dass es der richtige Ort zum Gedenken ist. Viele legten sie beim Krematorium hin, andere an dem Denkmal.

Hier steht die Gruppe vor dem erst letztes Jahr eingeweihten zentralen Gedenkort.

Nach dem Mittagessen stiegen wir und die Lauterbacher in den Bus. Viele warfen noch einen Blick zurück auf das ehemalige KZ, ein Ort des Schreckens.

Nach fast vier Stunden Busfahrt kamen wir wieder in Eppstein an.

 

Es war eine spannende Reise und ich denke, dass jeder etwas mitnehmen konnte.

 

Maria Antonia Speck, R9b

 

Fotos findet ihr in der Galerie (Fotos von Anna Wagner, Clara Kubon, A. Roselt)

 

[Ende]

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